Susanne, du bist seit 2023 Trainerin und Coachin bei forma mentis. Welchen Weg bist du vorher gegangen?
"Mein Weg begann in der Augenoptik. Ich bin Augenoptikermeisterin und wollte schon damals etwas tun, das das Leben von Menschen positiv beeinflusst. Gutes Sehen bedeutet schließlich echte Lebensqualität. 2004 bin ich dann in den Außendienst eines Brillenglasherstellers gewechselt und habe dort viele Produktschulungen gegeben. Dabei habe ich schnell gemerkt: Es kommt nicht nur darauf an, was man vermittelt, sondern vor allem, wie. Das hat mein Interesse für Trainingsmethoden und Coaching geweckt."
„Durch meine Erfahrung im Außendienst und in der Mitarbeiterführung kenne ich die Herausforderungen unserer Teilnehmenden und weiß, welche Themen sie beschäftigen.“
Wie ging es dann weiter?
"Später bin ich in die Führungsverantwortung gegangen und wurde in einem Training gefragt, ob ich nicht selbst eine Coachingausbildung machen möchte. Zum Glück habe ich Ja gesagt. Ich habe in dieser Zeit unglaublich viel gelernt – über Führung, aber auch über mich selbst. 2020 habe ich dann schließlich meine Trainer-Zertifizierung gemacht. Was sich durch all die Jahre zieht: Ich arbeite einfach gern mit Menschen und liebe es, sie dabei zu unterstützen, zu wachsen. Genau daraus ist mein Weg als Trainerin entstanden."

Warum hast du dich für forma mentis entschieden?
"Weil es sich angefühlt hat, wie nach Hause kommen. Ich kenne Thomas seit vielen Jahren und habe ihn früh als Trainer erlebt. Seine Art hat sich immer von anderen unterschieden. Und genau diese Haltung habe ich bei forma mentis wiedergefunden. Hier geht es nicht um Druck oder „Chakka“, sondern um Vertrauen, Respekt und echte Entwicklung. Genau das zieht mich an. "
„Bei forma mentis geht es um Vertrauen, Respekt und echte Entwicklung.“
Warum sollten Kunden mit dir arbeiten und was zeichnet dich als Trainerin aus?
"Weil meine Trainings so praxisnah wie nur irgend möglich sind. Das heißt: Mir ist wichtig, dass Teilnehmende Werkzeuge mitnehmen, die sie direkt im Alltag einsetzen können. Nicht irgendwann, sondern sofort. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass Lernen nur dann funktioniert, wenn sich Menschen sicher fühlen und Spaß dabei haben. Deshalb verbinde ich Professionalität immer mit Leichtigkeit. Bei alldem stehe ich nicht nur vorne im Trainingsraum und vermittle die Theorie, sondern bin selbst mittendrin in der Praxis. Als Vertriebsleiterin kenne ich die Herausforderungen meiner Teilnehmenden aus eigener Erfahrung und das, zeichnet meine Trainings aus."
Welche Fähigkeiten bringst du mit und welche Ziele möchtest du in deinen Trainings mit diesen Fähigkeiten erreichen?
"Ich kann mich schnell auf ganz verschiedene Menschen einstellen. Ich spüre, was mein Gegenüber gerade braucht und passe meine Methoden entsprechend an. Manchmal bedeutet das, die Richtung zu ändern, manchmal, den Spiegel vorzuhalten. Mir geht es immer darum, das Beste für die Entwicklung der Teilnehmenden herauszuholen, ihre Potenziale zu entdecken und, ja, sie auch ein Stück glücklicher zu machen. "

„Ich möchte, dass Menschen erkennen, was bereits in ihnen steckt.“
Ein hoher Anspruch.
"Klar – „Glück“ ist ein großes Wort. Aber oft sind es kleine Veränderungen, die einen riesigen Unterschied – und eben auch glücklich machen können. Damit mir das gelingt, arbeite ich viel mit Kommunikation, Verantwortung und dem eigenen Einflussbereich. Denn dort beginnt bei jedem von uns echte Veränderung. Mein Ziel ist erreicht, wenn die Teilnehmenden den Mut finden, eigene Potenziale zu nutzen und nach dem Training sagen „Ich habe mich das zum ersten Mal getraut – und es hat funktioniert.“"
Welche Werte sind dir bei deiner Arbeit wichtig?
"Klarheit, Augenhöhe und Verantwortung – aber auch Dankbarkeit. Ich liebe es, wenn Menschen durch einen Perspektivwechsel plötzlich aufblühen. Wenn sie ihre Aufmerksamkeit weg vom Problem hin zur Lösung lenken und merken, wie viel sich dadurch verändert."

„Ich liebe es, wenn Menschen durch einen Perspektivwechsel aufblühen.“
Als Trainerin hast du es mit ganz verschiedenen Unternehmenskulturen, Menschen und Herausforderungen zu tun. Wo machst du keine Kompromisse?
"Ich lasse mich nicht instrumentalisieren. Wenn ein Training dazu dienen soll, Menschen „auszusortieren“ oder gegen meine Werte zu handeln, bin ich raus. Das ist nicht meine Art zu arbeiten."
Von deinem Beruf als Trainerin einmal abgesehen: Wie würdest du dich als Mensch beschreiben?
"Ich glaube fest daran, dass alles aus einem guten Grund passiert und dass Menschen im Kern aus einer positiven Absicht heraus handeln. Außerdem denke ich eher in Lösungen als in Problemen. Und ich lache gern – laut und viel. Gleichzeitig brauche ich auch stille Momente, um wieder Kraft zu tanken."

Und wann bist du ganz bei dir?
"Wenn ich präsent bin. Und laut meinem Mann: wenn ich weniger Falten habe. Im Ernst: Wenn ich meine unterschiedlichen Seiten ausleben, kreativ sein kann und strukturiert ins Tun komme, erlebe ich einen Flow-Zustand, der mich sehr glücklich macht. "
Was machst du außerhalb von forma mentis – beruflich und privat?
"Beruflich bin ich Vertriebsleiterin in einem Unternehmen für Tier-Nutrazeutika und verantworte den gesamten Vertrieb. Zusätzlich coache ich junge Frauen auf ihrem Weg ins Berufsleben und gebe Trainings in der Augenoptik. Privat bin ich gern kreativ – nähen, stricken, mit Holz oder Beton arbeiten. Wichtig ist für mich, am Ende etwas in den Händen zu halten. Und wenn es nach draußen geht: Motorradfahren oder Fahrradfahren!"

Hast du ein bestimmtes Motto?
„Alles, was du erlebst, macht dich zu dem Menschen, der du heute bist. Es ist deine Entscheidung, was du daraus machst.“