Katinka, Du beschäftigst dich intensiv mit Menschen und ihrer Entwicklung. Wo liegen deine Wurzeln und wie hat dein eigener Weg begonnen?
"Es gibt doch kaum etwas Faszinierenderes als Menschen, oder? Mich hat die menschliche Psyche und das, was unser Verhalten prägt, schon immer interessiert. Nach meinem Studium bin ich dann relativ früh in verantwortungsvolle Führungsrollen gegangen und habe schnell gemerkt, wie anspruchsvoll Führung wirklich ist. Ich hätte mir damals oft gewünscht, schon über das Bewusstsein und die Klarheit zu verfügen, die ich heute vermittle. Die Verantwortung für Menschen, die unterschiedlichen Erwartungen, die von allen Seiten auf einen einwirken – das ist alles andere als trivial. Gleichzeitig habe ich erlebt, wie kraftvoll es sein kann, Vertrauen zu schenken, gute Impulse zu geben und Menschen in ihre Stärke zu bringen. Diese Erfahrungen prägen mich bis heute."

„Verantwortung für andere Menschen mit ihren ganz unterschiedlichen Erwartungen – dass ist alles andere als trivial.“
Bist du deshalb Coachin und Trainerin geworden?
"Ja, aus genau diesen Erfahrungen heraus. Über die Jahre hat sich für mich immer mehr bestätigt: Fachliches Know-how allein ist nicht der Schlüssel. Entscheidend sind die innere Haltung und die Fähigkeit zur Selbstführung. Es geht um Klarheit, um innere Balance und darum, Freude an dem zu haben, was man tut. Und natürlich um wirksame Kommunikation. In meinen Trainings und Coachings arbeite ich genau daran – an den Themen, die Menschen in ihrem Alltag wirklich bewegen und herausfordern."
Warum hast du dich für forma mentis entschieden?
"Weil hier großartige Menschen zusammenkommen. Uns verbinden eine ähnliche Haltung, gemeinsame Werte und ein hoher Anspruch an Professionalität. Und ganz ehrlich: In wie vielen Teams kann man sagen, dass man mit wirklich jeder Person gerne zusammenarbeitet? Für mich ist das hier etwas Besonderes – fast schon ein kleines Unikat."
„Fachliches Know-how allein ist nicht der Schlüssel. Entscheidend ist die innere Haltung – und die Fähigkeit zur Selbstführung.“
Was zeichnet deine Arbeit heute besonders aus?
"Ich schaffe Räume, in denen Menschen innehalten und sich selbst wirklich begegnen können. Räume, in denen sie ihr Verhalten reflektieren, neue Perspektiven entwickeln und echte Lernerfahrungen machen. "
Wie gelingt dir das?
"Das funktioniert nur, wenn Vertrauen da ist. Wenn Menschen sich sicher fühlen. Besonders berührend sind für mich die Momente, in denen jemand beginnt, eigene Muster zu erkennen – und sich selbst mit mehr Wertschätzung zu begegnen. Da liegt oft der Schlüssel für Veränderung. Ich bin überzeugt: Echte Wirksamkeit entsteht immer von innen nach außen. Dafür braucht es Ehrlichkeit, ein wohlwollendes Hinterfragen und den Mut, hinzuschauen. Entwicklung entsteht nicht durch Ausweichen – sondern durch Klarheit. Oder anders gesagt: Wer mehr beleuchtet, kann auch mehr erkennen."
„Besonders berührend sind für mich die Momente, in denen jemand beginnt, eigene Muster zu erkennen und sich selbst mit mehr Wertschätzung zu begegnen.“
Wie würdest du dich selbst als Mensch beschreiben?
"Die Rückmeldungen, die ich bekomme, beschreiben mich oft als warm und gleichzeitig klar – und das passt auch gut zu meinem eigenen Bild. Ich bin besonders in meiner Kraft, wenn ich mit Menschen arbeite, die wirklich wollen. Die neugierig sind oder vielleicht auch unter Druck stehen, aber bereit sind, sich zu entwickeln. Wenn ich sehe, wie sie gestärkt ihren Weg weitergehen, erfüllt mich das sehr. Es macht mich einfach glücklich, Entwicklung zum Guten mitzuerleben."
Wie sieht dein Leben außerhalb von forma mentis aus?
"Meine Familie und die mir nahestehenden Menschen sind mir unglaublich wichtig. Ich lebe in einer glücklichen Partnerschaft. Wir sind ein spätes Patchwork und leben in Starnberg. Ich bin sehr dankbar, dass mein Sohn, meine Mutter – sie ist über 90 – und viele Freunde in meiner Nähe sind. Gleichzeitig zieht es uns regelmäßig nach Süditalien zur Familie meines Mannes. Dieser Spagat gehört zu unserem Leben dazu – und ich genieße beides sehr. Und wenn möglich, bin ich draußen. Am liebsten am Wasser. Ob See oder Meer – Hauptsache Wasser."
Zum Schluss: Hast du ein persönliches Motto?
Da gibt es viele. Aber wenn ich mich heute entscheiden müsste, dann wäre es wohl: „Mehr Herz im Kopf, bitte.“